Elementar. Der VAA-Newsletter

Editorial – hier spricht der VAA.

Editorial von Birgit Schwab

Dr. Birgit Schwab

Liebe Leserinnen und Leser,

der Oktober war ein harter Monat. Die Chemie- und Pharmaindustrie ist in Aufruhr. Quartalsergebnisse zeigen zwar eine kurze Atempause, aber so richtig optimistisch wirken die Unternehmen nach wie vor nicht. Eine anhaltend schwache Nachfrage, hohe Energie- und Produktionskosten, zunehmender internationaler Wettbewerbsdruck und geopolitische Unsicherheiten belasten die Branche auch weiterhin. 

Unter diesen Rahmenbedingungen haben wir mit dem BAVC einen Tarifabschluss getroffen. Die Mindestbezüge im zweiten Anstellungsjahr steigen für diplomierte Angestellte und Angestellte mit Masterabschluss auf 74.950 Euro, für Angestellte mit Promotion auf 87.125 Euro. Über die Tarifsteigerung hinaus haben wir vereinbart, dass wir unser sozialpartnerschaftliches Engagement intensivieren werden. Vor dem Hintergrund der Transformation wollen wir gemeinsam für und mit Fach- und Führungskräften Maßnahmenkonzepte entwickeln und umsetzen. Damit wollen beide, VAA und BAVC, den sozialpolitischen Dialog auch über die aktuelle Einigung hinaus fortsetzen und vertiefen. Fach- und Führungskräfte müssen gemeinsam mit den Arbeitgebern daran arbeiten, unsere Unternehmen zu stärken und wieder systemische Innovation voranzubringen.

Dabei brauchen wir auch Rückendeckung der politischen Entscheider in Brüssel und Berlin: Ein echtes Level-Playing-Field, das den freien Chemie- und Pharmamarkt gegen staatssubventionierte Konkurrenz und ihre Importe verteidigt, ist notwendig. Das hat mein Vorstandskollege Christoph Gürtler auf der ISC3 des Umweltbundesamts jüngst deutlich gemacht.

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre unseres neuen Newsletters.

Herzlichst

Ihre Birgit Schwab