60plus

Pensionärsreise des VAA nach Schwerin

Schweriner Schloss mit Burggarten zum See.
Foto: privat

VAA-Reisegruppe erkundet Weltkulturensemble

Ende August 2026 hat bereits die 29. Ausgabe der traditionellen VAA-Pensionärsreise stattgefunden. Diesmal ging es nach Schwerin. Organisiert wurde die Reise von Dr. Rudolf Fiedler. Eingeladen waren sowohl VAA-Mitglieder im Ruhestand als auch im Berufsleben stehende Mitglieder, vor allem die pensionsnahen Jahrgänge.

Zu Beginn der Reise hat der neue Vorsitzende der VAA-Kommission 60plus Dr. Thomas Sauer über die Aktivitäten der Geschäftsstelle und der Kommission berichtet. Die Kommission 60plus bietet im Bereich Ehrenamt eine Interviewreihe unter dem Titel „Ehrenamt – eine Ehrensache im VAA“ an, in deren Rahmen VAA-Mitglieder über ihr ehrenamtliches Engagement berichten, zum Beispiel als Laienrichter an Arbeits- oder Sozialgerichten, als Lehrkräfte an Schulen, als Lesepaten oder aus der Arbeit im Kommunalparlament.

Zuvor hatte Rudolf Fiedler die Gäste begrüßt. In seiner Rede betonte der Organisator, dass sich viele neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet haben und außerdem sehr viele Interessierte auf der Warteliste standen, die nur teilweise durch Nachrücken berücksichtigt werden konnten. Dies zeige doch sehr eindrücklich, wie erfolgreich dieses Format des VAA angenommen werde.    

Im Anschluss stellte Gästeführer Hans-Joachim Falk die Stadt Schwerin vor. In einem Vortrag führte er die Anwesenden durch mehrere Jahrhunderte Schweriner Geschichte, die durch die Großherzöge von Mecklenburg-Schwerin geprägt waren. Das Jahr 2024 zeichnete ein besonderes Ereignis: Das Residenzensemble mit seinen 30 Bauten wurde zur UNESCO-Welterbestätte ernannt. Es entstand im 19. Jahrhundert als Konzept zur Repräsentation und Funktion der Großherzöge Mecklenburg-Schwerin inmitten einer einmaligen Kulturlandschaft. Umgeben von Wasserflächen und Parkanlagen, mit vielfältigen Sichtachsen verbunden, ordnen sich die Bauten der Hof- und Staatsverwaltung, Theater, Museum, Artilleriekasernen, Kirchen und Palais in den Stadtbereich ein und lassen die Residenzstruktur noch heute erkennen.

Am zweiten Tag wurde die Reisegruppe mit drei Oldtimer-Gliederwagen zur „Stadtrundfahrt“ abgeholt. So ging es zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Schwerin und seiner Umgebung – vorbei an einigen Gebäuden, die zum Residenzensemble gehören. Am Nachmittag zeigten und erklärten die Gästeführer einige der vielen zugehörigen Bauten. Die VAA-Gruppe erlebte einen Streifzug auf den Spuren einer mehr als tausendjährigen Tradition, mit der Schönheit, Vielfältigkeit und Schaffenskraft dieses Ensembles. Am Abend fuhr die Reisegruppe in einem gecharterten Ausflugsboot für drei Stunden über sieben Seen.  

Am nächsten Vormittag wurde die VAA-Reisegruppe zunächst durch den barocken Schlossgarten geführt. In den Gärten und Parkanlagen rund um das Schweriner Schloss haben sich die Gartenbaumeister Klett und Lenné verewigt. Die Führung ging über in den Burggarten, der Elemente des Historismus und der Renaissance vereint, und weiter rund um das Schloss. Dieses Gesamtensemble war 2009 Schauplatz der Bundesgartenschau.

Am Abschlussabend trafen sich die VAA-Reisenden in der festlich gedeckten Orangerie des Schweriner Schlosses. Dort wurden später auch die Wahlzettel zur Wahl des Reiseziels 2027 verteilt. Das Ergebnis sah Bamberg mit 70 Stimmen mehr als deutlich vor Wiesbaden mit 15 Stimmen.