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Fotos, Videos, Audios: Mit Künstlicher Intelligenz wird es immer einfacher, Medien zu manipulieren. Die Folgen für Gesellschaft und Demokratie sind gravierend, da die sogenannten Deepfakes immer besser und dadurch glaubhafter werden. Forschende der ETH Zürich haben daher eine neue Sensortechnologie entwickelt, um Medien bei der Entstehung in einem Sensorchip kryptografisch zu signieren. Durch die Signatur lässt sich nachweisen, dass die Daten tatsächlich von einem Audiogerät oder einer Kamera stammen und keine Manipulation vorgenommen wurde. „Um Daten zu manipulieren, müsste der Chip physisch angegriffen werden“, erklärt der Mitentwickler der Technologie Fernando Cardes. Der funktionierende Prototyp wurde im Journal Nature Electronics vorgestellt. Für die kommerzielle Nutzung seien noch weitere Schritte notwendig.
Wann und wo reagieren Moleküle genau? In der Fachzeitschrift Nature Communications hat ein Forschungsteam des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung eine neue Simulationsmethode zur experimentellen Untersuchung von Molekülen veröffentlicht. Die Software KIMMDY (kurz für Kinetic Monte Carlo Molecular Dynamics) kombiniert verschiedene Rechenansätze und nutzt Methoden aus dem maschinellen Lernen, um zu berechnen, wann und wo chemische Reaktionen stattfinden können. So könne beobachtet werden, wie sich Moleküle bewegen und wie sie miteinander reagieren.
Als eine Art sichere Verpackung fürs Erbgut dienen Protein-DNA-Komplexe, genannt Nukleosomen. Ein Team der EPFL in Lausanne hat herausgefunden, wie die Nukleosomstruktur beeinflusst, welche Proteine mit dem wichtigen Tumorsuppressor p53 interagieren können. Das Protein wird auch als „Wächter des Genoms“ bezeichnet: Es trägt zur Kontrolle des Zellwachstums bei, regt die Reparatur von DNA-Schäden an und kann die Selbstzerstörung beschädigter Zellen auslösen. In der Zeitschrift Molecular Cell beschreiben die Forschenden, dass Nukleosomen als Gatekeeper für die Molekülpartner von p53 fungieren.
Im Gegensatz zu Lithium-Ionen-Batterien verwenden Festkörperbatterien einen festen Elektrolyten. Eine große Herausforderung schränkt ihre kommerzielle Nutzung jedoch noch ein: die Dendritenbildung, die zu Kurzschlüssen führt. Ein interdisziplinären Forschungsteam des Max-Planck-Instituts für nachhaltige Materialien hat in Nature erläutert, wieso die Dendriten Kurzschlüsse verursachen. „Das weiche Lithium-Metall ist in der Lage, den steifen keramischen Elektrolyten zu durchdringen, wie ein kontinuierlicher Wasserstrahl, der in ein Gestein eindringt“, sagt Erstautor der Studie und Leiter der Forschungsgruppe Dr. Yuwei Zhang. „Wir haben berechnet, dass die hydrostatische Spannung im Dendriten letztlich zum Sprödbruch des festen Elektrolyten führt.“
Bei den Betriebsratswahlen in den Chemie- und Pharmaunternehmen haben Kandidatinnen und Kandidaten des VAA erste Erfolge erzielt. Zum Redaktionsschluss Mitte Mai 2026 lagen noch nicht alle Ergebnisse vor, aber der Trend ist positiv. So konnte der VAA bei Merck in Darmstadt trotz Verkleinerung des Gremiums auf 37 statt 39 Sitze drei Sitze dazugewinnen. Die VAA-Liste hat 38,3 Prozent der Stimmen erhalten – 2022 waren es 29,9 Prozent – und kommt nunmehr auf 14 Betriebsratssitze und insgesamt fünf Freistellungen – eine Freistellung mehr als 2022. Bei Roche Mannheim hat der VAA seine Sitze von sieben auf 14 verdoppelt. Bei Evonik in Hanau hat der VAA mit sieben von 23 Mandaten drei Sitze dazugewonnen und kommt aus dem Stand auf zwei Freistellungen. Bei Pfizer in Berlin hat die vom VAA unterstützte Liste elf von 15 Sitzen erhalten und wird auch hier weiterhin den Betriebsratsvorsitz stellen. Bei Heraeus Precious Metals hat die vom VAA unterstützte Liste 46 Prozent der Stimmen bekommen und mit sieben von 15 Sitzen zwei Sitze hinzugewonnen – VAA-Mitglied Volker Skowski ist zum Vorsitzenden gewählt worden. „Wir gratulieren außerdem unserem Mitglied Dr. Gitta Egbers zur Übernahme des Betriebsratsvorsitzes bei der BASF Lemförde“, so VAA-Geschäftsführer Thomas Spilke, der die Betriebsratsarbeit vonseiten der VAA-Geschäftsführung betreut. „Der Wahlerfolg der vom VAA unterstützten Freien Liste mit zehn Mandaten in einem Produktionsbetrieb beweist das Vertrauen, das VAA-Mitglieder in der gesamten Belegschaft genießen.“ Eine ausführliche Analyse Betriebsratswahlen mit weiteren Ergebnissen wird in der Augustausgabe des VAA Magazins erscheinen.
Im April 2026 hat die erfolgreiche Premiere der von der VAA-Kommission 60plus entwickelten Onlineveranstaltungsreihe „Ehrenamt – eine Ehrensache im VAA“ mit insgesamt 120 Teilnehmenden stattgefunden. Zwei VAA-Mitglieder haben in einem offenen Gesprächsformat über ihre ehrenamtlichen Aktivitäten an Schulen gesprochen. Am 23. Juni 2026 um 11:30 Uhr wird die Reihe fortgesetzt, diesmal zur ehrenamtlichen Tätigkeit am Arbeitsgericht. Das ehemalige VAA-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Sauer und der langjährige Vorsitzende der VAA-Werksgruppe Leverkusen (mittlerweile Werksgruppe Bayer Nordrhein) Dr. Thomas Elsner werden über ihre Erfahrungen als ehrenamtliche Richter an Arbeitsgerichten berichten. Moderiert wird die etwa einstündige Veranstaltung von Timur Slapke aus der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des VAA und VAA-Jurist Christof Böhmer. Alle VAA-Mitglieder sind herzlich eingeladen, an der digitalen Veranstaltung teilzunehmen. Die Anmeldung erfolgt über die VAA-Geschäftsstelle per E-Mail an veranstaltungen@remove-this.vaa.de. Nach der Anmeldung wird der Teilnahmelink übermittelt.
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Für viele Meeresorganismen ist Eisen ein lebenswichtiger Nährstoff. Seine Verfügbarkeit bestimmt daher maßgeblich die biologische Produktivität im Ozean. Wie viel vom Spurenelement verfügbar bleibt, hängt entscheidend von der Vielfalt organischer Moleküle im Meerwasser ab. „Im sauerstoffreichen Ozean wandelt sich Eisen spontan in feste, rostähnliche Minerale um“, so GEOMAR-Chemikerin Dr. Martha Gledhill. „Dieser Prozess wird durch die Reaktion von Eisen mit organischer Substanz ausgeglichen – einem äußerst komplexen Gemisch von Molekülen, das als Folge marinen Lebens entsteht.“ Die in Nature Communications veröffentlichte Studie ermöglicht es erstmals, die Bildung von Eisenmineralen und die Verteilung von gelöstem und partikulärem Eisen im Südpazifik realistisch vorherzusagen. Damit liefert sie wichtige Grundlagen, um besser zu verstehen, wie das Leben im Ozean auf den Klimawandel reagieren könnte. Im Bild zu sehen ist ein Kranzwasserschöpfer mit Wasserproben an Bord des deutschen Forschungsschiffs SONNE im Südpazifik.
In der VAA-Werksgruppe Currenta hat Klaus Ignatz den Werksgruppenvorsitz übernommen. Dr. Stephan Jordan ist als Stellvertretender Vorsitzender bestätigt worden.
Haben sich Ihre persönlichen Mitgliedsdaten verändert? Haben Sie Ihren Arbeitgeber und damit auch Ihre Werks- oder Landesgruppe gewechselt? Vergessen Sie bitte nicht, Änderungen rechtzeitig der VAA-Mitgliederverwaltung mitzuteilen.
Im Zusammenhang mit dem neuen VAA-Markenauftritt werden alle Infomaterialien zur Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements überarbeitet – zu finden auf der Mitgliederplattform MeinVAA im Bereich „Service“ unter „Publikationen“ im Menüpunkt „Verbandsarbeit“.
Am 1. Mai 2026 hat Dr. Maximilian Peter die Leitung des Geschäftsbereichs Polymers bei Wacker übernommen. Seit 2012 ist der promovierte Chemieingenieur im Unternehmen tätig. Nach Stationen in der Verfahrens- und Prozessentwicklung übernahm Peter die Leitung der Konzernentwicklung und verantwortete zuletzt den Bereich Human Resources. Er folgt auf Peter Summo, der den Geschäftsbereich Polymers zehn Jahre lang leitete. Summo ist seit dem 1. Mai Leiter des Zentralbereichs Sales & Distribution. Der studierte Betriebswirt startete seine Karriere beim Spezialchemiehersteller Akzo Nobel und kam 1995 zu Wacker, wo er verschiedene Führungspositionen innehatte. „Mit Maximilian Peter und Peter Summo besetzen wir bei Wacker zwei Schlüsselpositionen mit erfahrenen Kollegen, die mit ihrer Expertise das Unternehmen bereits entscheidend geprägt haben“, sagte der Vorstandvorsitzende von Wacker Christian Hartel anlässlich des Stabwechsels.
Weitere Personalia und Nachrichten aus der Chemie gibt es auf der Website des VAA-Kooperationspartners CHEManager.
Als ideale Bausteine für hybride Quantenssteme und die Quantenmetrologie eignen sich Magnone – winzige Wellen in der Magnetisierung. Da sich ihre Wellenlänge bis in den Nanobereich verkleinern lässt, passen magnonische Schaltkreise auf einen Miniaturchip. Bisher war die kurze Lebensdauer von einigen hundert Nanosekunden eine Hürde. Ein Forschungsteam der Universität Wien berichtet in Science Advances über einen Druchbruch: Sie konnten die Lebensdauer um das Hundertfache auf bis zu 18 Mikrosekunden verlängern. So sind Magnone keine flüchtigen Signale mehr, sondern werden zu zuverlässigen Trägern von Quanteninformationen. Das Team konnte zeigen, dass die verbleibende Begrenzung der Lebensdauer nicht durch ein fundamentales Naturgesetz, sondern durch winzige Spurenverunreigungen im Kristall bestimmt wird. Sie könnten als universelle Übersetzer in hybriden Quantenarchitekturen dienen und Technologien verbinden, die sonst nicht miteinander kommunizieren können.
Noch 2023 haben lediglich fünf Prozent der Betriebe in Deutschland Computerprogramme eingesetzt, die eigenständig neue Inhalte wie Texte oder Videos erzeugen können. Binnen zwei Jahren hat sich dieser Wert nahezu verfünffacht und beträgt knapp 25 Prozent. Das zeigt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) auf Basis des IAB-Betriebspanels. Weitere neun Prozent planen zudem, generative KI in Zukunft einzusetzen. In Betrieben mit 200 und mehr Beschäftigten nutzten bereits 48 Prozent die Technologie, bei Betrieben mit weniger als zehn Beschäftigten waren es 21 Prozent. 90 Prozent der Betriebe griffen auf frei zugängliche KI-Anwendungen zurück, während nur 16 Prozent eingekaufte Modelle nutzten, die mit eigenen Daten trainiert werden. Sechs Prozent der nutzenden Betriebe entwickelten zudem eigene KI-Modelle.