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Guter Vorsatz Nummer eins fürs neue Jahr: keine Kommentare zu Trump bis zum Jahresende. Herausfordernd, weil thematisch sehr einschränkend, aber machbar! Guter Vorsatz Nummer zwei: Nur noch erfreuliche Nachrichten lesen und weiterverbreiten! Los geht‘s! Grönland … Ach so, nee! Anders: Die Bundeswehr verschickt nun endlich erste Fragebögen ans „Jungvolk“. Kann man machen, wenn die Jugend aus den Nachrichten erfährt, dass Erkundungsmissionen der Truppe weniger als 48 Stunden dauern. Das ist so kurz, dass sogar einmal vorher Handyladen ausreicht, um den Auslandsbesuch ohne Entzugserscheinungen zu überleben. Aber warum eigentlich dieser Fragebogen? Weil Anfang Januar das neue Wehrdienst-Gesetz in Kraft getreten ist. Deutschland reagiert damit auf die Bedrohungen durch Russland und die geänderten NATO-Ziele. Heißt übersetzt: Junge deutsche Adlerküken sollen dem Russischen Bär zum Fraß vorgeworfen werden. Aber eben freiwillig. Oder später per Losverfahren. Warum eigentlich nicht gleich per Russisch Roulette? Das verkürzt das Endergebnis für die Auserwählten. Bezeichnenderweise ist der Fragebogen mit dem Titel „Weil wir wissen, was auf dem Spiel steht“ überschrieben. Zynisch! „Denn sie wissen nicht, was sie tun“ wäre ehrlicher gewesen.
Aber wir wollten ja gute Nachrichten. Also: Auch 2025 war ein erfolgreiches Jahr für … Superreiche. Das Jahr brachte allein in Deutschland einen Zuwachs um ein Drittel auf 172 Milliardäre. Kein Schreibfehler! Jetzt kommt die gute Nachricht. Zumindest für mich. 2068 gehöre auch ich, bei entsprechender statistischer Wachstumsrate, zu diesem erlauchten Kreis. Rechnen Sie‘s nach! Bisher allerdings gehören weltweit zu dieser schützenswerten Minderheit knapp dreitausend Person:innen. Seit 2020 wurden diese fleißigen Menschen inflationsbereinigt um mehr als 80 Prozent reicher. Die weltweit zwölf reichsten Menschen haben mehr Geld als die ärmste Hälfte der Weltbevölkerung (immerhin mehr als vier Milliarden Erdenbürger). Elon Musk, der Reichste unter den Reichen, verdient in vier Sekunden so viel wie ein Durchschnittsmensch in einem Jahr. Da scheint doch langsam klar zu werden, warum er unbedingt zum Mars fliegen will. Denn wenn die gerade erwähnten vier Milliarden das spitz kriegen, sollte man ein gutes Versteck haben. Und ein Schließfach bei der Sparkasse Gelsenkirchen ist da keine gute Wahl.
Aber was soll der Neid? Immerhin umfasst das Vermögen der deutschen Milliardäre gerade einmal 0,722 Billionen Euro. Die DZ Bank hat aber kürzlich errechnet, dass privates deutsches Geldvermögen letztes Jahr auf mehr als zehn Billionen Euro angestiegen ist. Na, wer ist jetzt hier reich? Die Milliardäre bestimmt nicht! Und für diejenigen, die es wirklich nicht so dicke haben, macht jetzt die SPD hilfreiche Angebote: Der „Deutschlandkorb“ soll‘s richten. Um 35 Prozent sind die Lebensmittelpreise seit 2020 gestiegen. Knapp die Hälfte der Deutschen gibt an, sich beim Lebensmittelkauf deutlich einzuschränken. Deshalb die Idee: In Deutschland hergestellte Grundnahrungsmittel soll der Einzelhandel freiwillig günstiger anbieten. Warum? Verbraucher entlasten und deutsche Erzeuger stärken. Dumm nur, dass die Supermarktketten Aldi, Edeka, Rewe und die Schwarz-Gruppe rund 88 Prozent des Lebensmittelhandels in Deutschland beherrschen. Dreimal dürfen Sie raten, zu welcher Minderheit die gehören. Dort sind sie nicht durch freiwilligen Verzicht Mitglied geworden.
Na gut, dann halt die neue E-Auto-Prämie aus dem Hause des SPD-Bundesumweltministers. Faustregel: Wer weniger verdient und Kinder hat, bekommt mehr Geld vom Staat. Beschäftigt sich bei den Sozialdemokraten eigentlich irgendwann einmal jemand mit Statistiken? Für Haushalte mit einem Einkommen von maximal 45.000 Euro gibt es 5.000 Euro Prämie. Pro Kind nochmal 500, maximal aber 1.000 Euro drauf. Ein Einsteiger-E-Modell (also ein Billo-Auto) kostet um die 20.000 Euro, in der Mittelklasse ist man mit 30.000 bis 40.000 Euro dabei. Macht gemittelt und bei voller Fördersumme 24.000 Euro Anschaffungskosten (Stromtanken und Drumherum noch gar nicht mitgerechnet). Bleiben 21.000 Euro für den Rest des Jahres mit schon erwähnten Nahrungsmittelpreisanstiegen und einer noch gar nicht erwähnten durchschnittlichen deutschen Kaltmiete von 14,41 Euro. Kurzum: Das wird nix, liebe SPD. Und das war‘s dann auch schon wieder mit den guten Nachrichten. Na ja, vielleicht beim nächsten Mal dann doch wieder Trump.