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Wie Pflanzen die winzigen Öffnungen entwickeln, die auf ihren Blättern für Gasaustausch und Wasserregulation zuständig sind, und damit ihren Wasserhaushalt steuern, hat ein Forschungsteam der Molekularen und Zellulären Botanik der Ruhr-Universität Bochum herausgefunden. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler identifizierten die beiden lipidmodifizierenden Enzyme GELP80 und GELP100 als entscheidende Faktoren für die Ausbildung funktionsfähiger Spaltöffnungen, sogenannter Stomata. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift The Plant Cell veröffentlicht. Sie liefern neue Einblicke in die Mechanik der Pflanzenentwicklung und könnten langfristig dazu beitragen, Nutzpflanzen widerstandsfähiger gegen Trockenheit zu machen. Erstmals wurde ein direkte Zusammenhang zwischen Lipidstoffwechsel, Zellwandmechanik und der Funktion von Stomata gezeigt.
Für promovierte Chemikerinnen und Chemiker in Deutschland hat sich der Berufseinstieg 2025 eingetrübt: Nur noch rund 33 Prozent von ihnen begannen ihre Laufbahn direkt in der Chemie- und Pharmaindustrie, nach 42 Prozent im Jahr 2024. Zugleich stieg der Anteil der Stellensuchenden zum Erhebungszeitpunkt von sieben auf 10,4 Prozent. Das geht aus der „Statistik der Chemiestudiengänge 2025“ der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) hervor. Damit unterbricht das letzte Jahr eine längere Phase stabiler Beschäftigung. Der Anteil derjenigen, die zunächst ins Ausland gingen, stieg auf knapp 13 Prozent.
Auch Bakterien können antiviral wirkende Moleküle produzieren. Forschende der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und des Forschungszentrums Jülich (FZJ) haben zusammen mit Teams aus Marburg und Zürich das zellwachstumshemmende Molekül Daunorubicin untersucht, das besonders in der Krebstherapie verwendet wird, und seine Wirkungsweise gegen Viren entschlüsselt. Den Mechanismus, der sich vor allem gegen sogenannte Bakteriophagen richtet, beschreiben sie in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS). Daunorubicin unterbindet die Reproduktion diverser Phagen effektiv: Während der Infektion eines Bakteriums mit einem Bakteriophagen wird ein gegenseitiger Zerstörungsprozess ausgelöst.
Im Rahmen der Onlineveranstaltungsreihe „Ehrenamt – eine Ehrensache im VAA“, entwickelt von der VAA-Kommission 60plus, tauschen sich VAA-Mitglieder über ihre ehrenamtlichen Aktivitäten aus. Am 23. Juni 2026 hat die zweite Veranstaltung mit rund 75 Teilnehmenden stattgefunden. Über ihre Erfahrungen als ehrenamtliche Richter an Arbeitsgerichten haben das ehemalige VAA-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Sauer und der langjährige Vorsitzende der VAA-Werksgruppe Leverkusen Dr. Thomas Elsner berichtet. Ein Audiomitschnitt der Teams-Veranstaltung steht auf YouTube bereit.
Zehn Jahre gibt es das VAA-Frauennetzwerk bereits, zehn Jahre VAA connect! Zum Jubiläum findet die Veranstaltungsreihe am 8. Oktober 2026 bei Covestro in Leverkusen statt. Unter dem Motto „Stronger Through Transformations: Resilience as a Female Leadership Competency“ können sich die Teilnehmenden unter anderem auf Speakerinnen aus der Branche sowie die ehemalige deutsche Fußballnationalspielerin Almuth Schult freuen. Mit dem Format Career Spotlights wird außerdem ein besonderer Karriereweg geehrt. Im Vordergrund der Veranstaltung steht wie immer das Netzwerken untereinander.
Weltweit verursachen Pflanzenviren Ernteverluste in Milliardenhöhe und stellen insbesondere für Gemüse-, Obst- und Spezialkulturen eine wachsende Herausforderung dar. Große Hoffnungen ruhen daher auf RNA-basierten Pflanzenschutzstrategien. Dabei werden Pflanzen mit künstlich hergestellter doppelsträngiger RNA (dsRNA) behandelt, die gezielt virale Erbinformation erkennt und deren Vermehrung hemmt. Die Technologie gilt als hochspezifisch und potenziell umweltfreundlicher als viele konventionelle Pflanzenschutzmittel. Forschende der Justus-Liebig-Universität Gießen, der Université de Strasbourg/CNRS, der Hochschule Bielefeld und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf haben die Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von dsRNA zur Bekämpfung von Pflanzenviren untersucht und erstmals allgemeine Designprinzipien für zukünftige RNA-Trägersysteme in der Pflanzenproduktion entwickelt. Ihre Analyse ist in der Zeitschrift Nature Plants veröffentlicht worden. Das zentrale Problem der Technologie bestehe darin, dass die RNA-Moleküle zunächst in die Pflanzenzellen gelangen müssen.
Künstlich im Labor hergestellte Zellen bieten vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Anders als bei realen Zellen waren ihre Membranen jedoch bislang kaum durchlässig. Forschende des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung haben eine neue Methode entwickelt, mit der die Membranen künstlicher Zellen für chemische Stoffe durchlässiger werden. So werden sie sowohl für die medizinische Forschung als auch für spätere Anwendungen wie Medikamententransporter vorbereitet. Ihre Ergebnisse hat das Forschungsteam in der Zeitschrift ACS Nano veröffentlicht. Den Schlüssel fanden die Forschenden in einem sogenannten Co-Tensid – einem Molekül, das üblicherweise als Hilfsstoff bei der Herstellung von Seifen oder Emulsionen dient.
Ab dem 2. September 2026 läuft die nächste Runde der VAA-Befindlichkeitsumfrage. Dann haben VAA-Mitglieder aus 21 Unternehmen der chemisch-pharmazeutischen Industrie erneut Gelegenheit, ihre Befindlichkeit am Arbeitsplatz zu bewerten. Auf Basis der Antworten wird ein Ranking erstellt, das zunächst den Werksgruppenvorsitzenden der teilnehmenden Unternehmen zur Verfügung gestellt und im Anschluss durch den VAA veröffentlicht wird. Für die Aussagekraft der Umfrage ist eine möglichst hohe Teilnehmerzahl wichtig. Der Verband bittet deshalb alle angeschriebenen Mitglieder um ihre Teilnahme. Auf Grundlage der Umfrageergebnisse – über mehrere Jahre gesehen – sowie der jeweils wechselnden Schwerpunktthemen verleiht der VAA in regelmäßigen Abständen den Deutschen Chemie-Preis für vorbildliche und gute Personalarbeit an ein Unternehmen der Branche. Aktueller Preisträger des zuletzt im November 2025 verliehenen Preises ist der Konsumgüter- und Kosmetikkonzern Beiersdorf.
Auf ihre Umwelt – etwa auf Stress, Nährstoffmangel oder die Dichte ihrer Population – reagieren auch Krankheitserreger äußerst sensibel. Ein Forschungsteam der Friedrich-Schiller-Universität Jena hat kürzlich gezeigt, dass auch Cholerabakterien solche Signale nutzen, um die Aktivität eines gefährlichen Virus in ihrem Inneren zu steuern. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlicht. Im Zentrum der Studie stand das kleine regulatorische RNA-Molekül „CisR“, das direkt in den Lebenszyklus des Choleraphagen eingreift. CisR wirkt dabei wie eine molekulare Bremse: Es reduziert die Produktion eines wichtigen Phagenbestandteils und beeinflusst dadurch die Bildung neuer Viruspartikel. Die Studienergebnisse zeigen, dass regulatorische RNA die Vermehrung eines krankheitsrelevanten Phagen direkt kontrollieren kann.
In der VAA-Werksgruppe Evonik Essen hat sich der neu gewählte Werksgruppenvorstand organisiert. Neuer Vorsitzender ist Vladimier Josanovic, seine Stellvertreterin ist Pia Grasbon. Auch die Werksgruppe Stada hat mit Dr. Andreas Schliephake einen neuen Vorsitzenden. In der VAA-Werksgruppe Evonik Essen hat sich der neu gewählte Werksgruppenvorstand organisiert. Neuer Vorsitzender ist Vladimier Josanovic, seine Stellvertreterin ist Pia Grasbon. Auch die Werksgruppe Stada hat mit Dr. Andreas Schliephake einen neuen Vorsitzenden. Bei der Werksgruppe BASF Ludwigshafen findet die jährliche Mitgliederversammlung am 2. November 2026 online statt. Die Mitglieder werden per E-Mail über die Tagesordnung und die Einwahldaten informiert.
Haben sich Ihre persönlichen Mitgliedsdaten verändert? Haben Sie Ihren Arbeitgeber und damit auch Ihre Werks- oder Landesgruppe gewechselt? Vergessen Sie bitte nicht, Änderungen rechtzeitig der VAA-Mitgliederverwaltung mitzuteilen.
Im Zusammenhang mit dem neuen VAA-Markenauftritt werden alle Infomaterialien zur Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements überarbeitet – zu finden auf der Mitgliederplattform MeinVAA im Bereich „Service“ unter „Publikationen“ im Menüpunkt „Verbandsarbeit“.
Im Führungsteam seines Unternehmensbereichs Healthcare hat Merck zwei Neubesetzungen bekannt gegeben: Im nordamerikanischen Healthcare-Geschäft des Unternehmens, das in den USA und Kanada als EMD Serono firmiert, wird Miguel Fernández Alcalde neuer Leiter von Global Commercial Strategy. Im Gegenzug übernimmt Monia Vial (im Bild) als Unternehmensneuzugang von ihm die Leitung des Nordamerika-Geschäfts als President of EMD Serono. Vial wechselt von Ipsen Biopharmaceuticals zu Merck. In ihrem vorherigen Unternehmen bekleidete sie die Rolle als Senior Vice President und Leiterin der US-amerikanischen Geschäftseinheit für Seltene Erkrankungen. Mit über 20 Jahren Berufserfahrung deckt sie die gesamte Bandbreite an Führungsaufgaben in der Pharmabranche ab: lokale Gewinn- und Verlustrechnung, globale Markenstrategie und Geschäftsentwicklung sowie die Therapiegebiete seltene Krankheiten, Onkologie und Hämatologie.
Weitere Personalia und Nachrichten aus der Chemie gibt es auf der Website des VAA-Kooperationspartners CHEManager.
Für die Unternehmen der Chemie-, Kunststoff- und Pharmaindustrie sind die Belastungen durch staatliche Bürokratie hoch, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) kürzlich bestätigt hat. Zu den zahlreichen fertigungs- und produktspezifischen Regulierungen zählen beispielsweise die europäische REACH-Verordnung im Chemikalienrecht, die Wirkstoffherstellungsverordnung, das Arzneimittelrecht und das Emissionsrecht für industrielle Anlagen. Im Rahmen des IW-Zukunftspanels wurden im Herbst 2025 gut 1.080 Unternehmen zu ihrer Wahrnehmung der Bürokratiebelastung befragt. 74 Prozent der Unternehmen beklagten eine Zunahme der Bürokratiebelastung innerhalb der vergangenen drei Jahre, 15 Prozent der Unternehmen mussten zur Bewältigung des Anstiegs zusätzliches Personal einstellen. Fast drei Viertel der Unternehmen kritisieren, dass Verwaltungsbeschäftigte Ermessensspielräume nicht angemessen ausschöpfen. Fast ebenso viele Unternehmen empfinden das Bearbeitungstempo der Behörden als schleppend.
Im Kampf gegen Krebs sind Immuntherapien eine vielversprechende Methode. Forschende der Technischen Universität München (TUM) haben jetzt ein sogenanntes Lab-on-a-Chip-System namens CellTrap entwickelt. Es ermöglicht, Interaktionen zwischen Immun- und Krebszellen auf Einzelzellebene zu beobachten. Die Methode soll dabei helfen, grundlegende Prozesse der Krebsimmunologie besser zu verstehen und zentrale Fragen zu beantworten. Im Journal RSC Advances berichtet das Team, dass frühe Aktivierungssignale in Immunzellen oft auf eine spätere zellschädigende Wirkung hindeuten.
Bereits seit einigen Jahren führt der VAA gemeinsam mit dem Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) sehr gut besuchte Präsenz- und Onlineveranstaltungen durch. Anfang Juni 2026 waren erneut über 300 Studierende und Promovierende unterschiedlicher Biologiestudiengänge online zugeschaltet, als es um den erfolgreichen Berufseinstieg in der Medtech- und Pharmabranche ging. Vonseiten des VAA waren die 1. Vorsitzende Dr. Birgit Schwab und Dr. Carsten Bornhövd von der Wacker Chemie AG sowie Dr. Stefan Herrmann von der Bayer AG und Ida Tolksdorf aus dem Juristischen Service des VAA dabei. Während die ehrenamtlichen VAA-Mitglieder aus ihrem beruflichen Alltag und über ihre persönlichen Erfahrungen beim Karrierestart berichtet haben, gab VAA-Juristin Tolksdorf Tipps zum Bewerbungsprozess in den Chemie- und Pharmaunternehmen. Auch beantwortete sie zahlreiche arbeitsrechtliche Fragen, beispielsweise rund um den ersten Arbeitsvertrag.
Obwohl die Wirkungsgrade organischer Solarzellen inzwischen auf über 20 Prozent gestiegen sind, gibt es physikalische Grenzen, die eine weitere Leistungssteigerung erschweren. Ein Forschungsteam der Linköping University in Schweden, der Universität Potsdam, des Paul-Drude-Instituts in Berlin und anderer Kooperationspartner konnte zuletzt in der Fachzeitschrift Nature Photonics zeigen, welche physikalischen Prozesse eine zentrale Kenngröße für die Leistungsfähigkeit von organischen Solarzellen limitieren. Demnach hängt die Erzeugung freier elektrischer Ladungen in der aktiven Schicht der Solarzelle unter gewissen Bedingungen stark vom elektrischen Feld des organischen Halbleitermaterials ab.