Wir stärken Sie für ein erfolgreiches Berufsleben, vertreten Ihre Interessen und vernetzen Sie mit unserer Community.
Die Interessenvertretung der Fach- und Führungskräfte in Chemie und Pharma (VAA) und der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) haben eine Anpassung der tariflichen Mindestjahresbezüge für akademisch gebildete naturwissenschaftliche und technische Angestellte vereinbart.
Autor: Patrick Herrmann · Veröffentlicht: 07.10.2026 Kategorien: Der Verband Kategorien: Interessenvertretung Kategorien: Tarifpolitik Kategorien: Pressemitteilungen
Verhandlungsführerin für den VAA war die 1. VAA-Vorsitzende Dr. Birgit Schwab, für den BAVC war Matthias Bürk Verhandlungsführer. Foto: VAA
Die tariflichen Mindestjahresbezüge für akademisch gebildete naturwissenschaftliche und technische Angestellte in der Branche steigen für das Jahr 2026, nachdem eine Erhöhung im Vorjahr ausgeblieben war. Die tariflichen Mindestjahresbezüge im zweiten Beschäftigungsjahr betragen demnach
Dieses Ergebnis haben die Tarifpartner vor dem Hintergrund anhaltend großer wirtschaftlicher Herausforderungen getroffen.
Über die Tarifsteigerung hinaus haben beide Tarifpartner vereinbart, dass sie ihr sozialpartnerschaftliches Engagement aufgrund der anhaltenden Transformationen fortsetzen und intensivieren werden. Vor diesem Hintergrund sollen gemeinsam für und mit Fach- und Führungskräften Maßnahmenkonzepte entwickelt und umsetzt werden. Damit wollen VAA und BAVC den sozialpolitischen Dialog auch über die aktuelle Einigung hinaus fortsetzen und vertiefen.
VAA-Hauptgeschäftsführer Stephan Gilow fasst die Verhandlungen zusammen: „Wir haben einen intensiven Verhandlungstag erlebt und ein Ergebnis erreicht, das sich an der Wirtschaftslage orientiert. Fach- und Führungskräfte sind der größte Standortvorteil für die innovative Chemie- und Pharmaindustrie. Sie verdienen neben einem fairen Gehalt Anerkennung für die Verantwortung, die sie in den herausfordernden Zeiten übernehmen.“
Die 1. Vorsitzende des VAA Dr. Birgit Schwab ergänzt: „Mit der Vereinbarung, die über eine reine Tarifzahl hinaus geht, haben wir unsere Sozialpartnerschaft gestärkt. Das kommt den Fach- und Führungskräften sowie dem Standort gleichermaßen zugute, weil alle von dieser Weiterentwicklung profitieren. Die Ankündigung gemeinsamer Maßnahmen ist ein wertvolles Signal für den innovativen Chemie- und Pharmastandort Deutschland.“
Der entsprechende Tarifvertrag wurde am 7. Oktober 2026 in Köln abgeschlossen.