Diversity-Tag 2016: VAA sieht großen Nachholbedarf bei Chancengleichheit

07.06.2016 Kategorie:  Interessenvertretung Der Verband Diversity & Inklusion

Noch sehr viel zu tun gibt es bei der Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern in der chemischen Industrie. Dies stellt der Führungskräfteverband Chemie VAA anlässlich des 4. Deutschen Diversity-Tages am 7. Juni 2016 fest.

Bereits zum vierten Mal ruft die Charta der Vielfalt bundesweit Unternehmen, Organisationen und Verbände zur Teilnahme am Deutschen Diversity-Tag auf. Dieser Tag ist auch für Deutschlands größten Führungskräfteverband VAA ein wichtiges Ereignis – und eine gute Gelegenheit, den Gedanken von Vielfalt und deren Wertschätzung im täglichen Arbeitsleben in den Fokus zu rücken. Dabei hebt der VAA die besondere Bedeutung von Vielfalt und Inklusion in Zeiten des digitalen und gesellschaftlichen Wandels hervor.

„Für uns kommt dem Thema Diversity eine Schlüsselrolle zu, wenn es darum geht, das Arbeitsleben fit für die Anforderungen des gesellschaftlichen Wandels in Zeiten von Globalisierung und Digitalisierung zu machen“, erklärt VAA-Hauptgeschäftsführer Gerhard Kronisch. „Aber es ist wichtig, nicht nur am Diversity-Tag schöne Reden zu halten, sondern Diversity tagtäglich zu leben und sich in den Unternehmen vor Ort für ein Klima der Vielfalt einzusetzen.“ Mit seiner Umfrage zur Chancengleichheit von weiblichen und männlichen Führungskräften in der chemisch-pharmazeutischen Industrie leiste der VAA hierzu schon seit über einem Vierteljahrhundert einen wichtigen Beitrag.

Die aktuelle VAA-Chancengleichheitsumfrage belegt: Frauen sind bei der Karriere in der chemisch-pharmazeutischen Industrie immer noch benachteiligt. „Der VAA hat nachgewiesen, dass vor allem irrationale Gründe die Karrieren von Frauen ausbremsen“, betont die Vorsitzende der VAA-Kommission Diversity Dr. Monika Brink.

Auch bei der Schaffung von mehr Vereinbarkeit zwischen Beruf, Familie und Karriere gibt es trotz eines positiven Trends noch großen Nachholbedarf. So arbeiten Frauen nach wie vor deutlich häufiger in Teilzeit als Männer. Auch Elternzeit wird von Frauen mehr als doppelt so häufig und mehr als dreimal länger genommen. „Grund zur Hoffnung gibt allerdings die Tatsache, dass flexible Arbeitszeitmodelle von immer mehr Angestellten in der Branche als interessante Angebote wahrgenommen werden – auch von Männern“, betont VAA-Hauptgeschäftsführer Kronisch. Hier sei vor allem bei jüngeren Arbeitnehmern ein nachhaltiger Wandel zu verzeichnen.

Für den VAA gehört Diversity zu den Kernelementen der Verbandsstrategie. Kronisch resümiert: „Als einer der ersten Unterzeichner der Charta der Vielfalt und als Mitglied im Netzwerk Erfolgsfaktor Familie werden wir uns auch weiterhin mit aller Kraft für mehr Vielfalt einsetzen!“

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