Aktuelle Pressemitteilungen des VAA:

17.02.2010

Chemiestudenten wollen promovieren

Die Promotion steht bei Chemiestudenten nach wie vor hoch im Kurs. Knapp 90 Prozent der Studenten wollen den Doktortitel erwerben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Verbandes VAA – Führungskräfte Chemie unter seinen studentischen Mitgliedern.

Über 550 Studenten, überwiegend aus dem Studiengang Chemie, haben sich beteiligt. Sie beantworteten Fragen zu Studium, Studienbedingungen an den Hochschulen sowie ihrer sozialen und finanziellen Lage.

Die Umfrage zeigt: Die Promotion ist nach wie vor der gefragteste Abschluss unter Chemiestudenten. 86 Prozent der Teilnehmer wollen den Doktortitel erwerben. Dazu Dr. Thomas Fischer, 1. Vorsitzender des VAA: „Im Studiengang Chemie ist die Promotion nach wie vor der klassische Weg in den Beruf. Das Einstellungsverhalten der Unternehmen hat sich auch mit Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge kaum geändert. Eine Promotion empfiehlt sich insbesondere dann, wenn eine Tätigkeit in der Forschung und Entwicklung sowie in einem eher größeren Unternehmen angestrebt wird.“

Ihre Studienverhältnisse bewerten die Chemiestudenten im Durchschnitt als „gut“. Dies gilt sowohl für die Einschätzung der Hochschule und der dortigen Voraussetzungen als auch für die individuelle Studiensituation. In der Bewertung zeigen sich keine Unterschiede zwischen Bachelor/Master- und Diplomstudiengängen. Die Studiensituation der Chemiestudenten ist allerdings verbesserungswürdig. Die Teilnehmer bemängeln insbesondere die Betreuungssituation an den Hochschulen sowie die Ausstattung der Laboratorien. Sie wünschen sich zudem eine engere Verknüpfung der Studieninhalte zu aktuellen Forschungsfragen und mehr Praxisbezug während des Studiums. Bachelor-Studenten äußern einhellig die gleiche Kritik: überfrachtete Stundenpläne, zu wenig Gestaltungsspielraum und zu wenig Studienplätze in anschließenden Master-Programmen.

Diese Ergebnisse bestärken den VAA in seiner Forderung, dass es keine Quotierung beim Übergang von den Bachelor- zu den Masterstudiengängen geben darf. Das Hochschulangebot muss sich an den Berufsperspektiven der Studenten ausrichten, was letztlich nur gesichert ist, wenn diese die Zugangsmöglichkeit zu Master-Studiengängen haben.

Downloads:
07.01.2010

Führungskräfte erwarten moderaten Gehaltsanstieg

Die Führungskräfte in der chemischen Industrie erwarten, dass die Gehaltsrunde 2010 zu einer moderaten Erhöhung der Gehälter führt. Dazu erklärt der Vorsitzende des VAA, Dr. Thomas Fischer: „Führungskräfte haben in der Krise angepackt, noch mehr als sonst. Wir haben mit großem Einsatz unseren Teil zur Bewältigung der Krise in der Branche beigetragen. Das darf und wird nicht unter den Tisch fallen.“ Fischer betont: „Wir haben begründetes Vertrauen, dass die Sozialpartner in der Chemie eine  ähnliche realistische Einschätzung der Lage haben. Jeder sieht nach den dramatischen Einbrüchen im Export, dass die Tarif- und Gehaltspolitik im Rahmen des wirtschaftlich Vertretbaren und mit der gebotenen Flexibilität ihren Beitrag zur Stützung der Binnenkonjunktur leisten muss.“

Downloads:
01.12.2009

Einkommen der Führungskräfte sinkt

Die Führungskräfte der chemischen Industrie in Deutschland verzeichnen 2009 Gehaltseinbußen. Einige deutsche Chemieunternehmen haben dieses Jahr eine Nullrunde gefahren. Insbesondere aber sind sinkende Bonuszahlungen für das Geschäftsjahr 2009 zu erwarten. Im vergangenen Jahr stieg das Gesamteinkommen der Führungskräfte hingegen noch an.

Zu diesem Ergebnis kommt die jährliche Einkommensumfrage des Verbandes VAA - Führungskräfte Chemie. Rund 6.500 Führungskräfte in der chemischen Industrie in Deutschland haben sich beteiligt. Die Umfrage zeigt: In 2008 hatte sich die Wirtschaftskrise noch nicht auf die Gehälter der Führungskräfte ausgewirkt. Das Gesamteinkommen stieg weiter an, insbesondere erfolgsabhängige variable Bezüge nahmen zu. Dr. Thomas Fischer, Vorsitzender des VAA: „Der wirtschaftliche Abschwung wird sich erst in den Gehältern dieses Jahres zeigen. Insbesondere bei Bonuszahlungen rechnen wir mit erheblichen Einbußen“.

Die Umfrage zeigt außerdem, dass die Unternehmensgröße entscheidenden Einfluss auf das Einkommen hat. Gerade junge Führungskräfte verdienen in Unternehmen ab 5.000 Mitarbeitern mehr als in kleineren Betrieben. Mit steigenden Berufsjahren schwächt sich dieser Trend allerdings ab. Auch die Höhe der Variablen hängt von der Unternehmensgröße ab. Je größer das Unternehmen, desto höher der Anteil der Boni am Gesamteinkommen. Durchschnittlich setzte sich das Einkommen der Führungskräfte in der chemischen Industrie im Umfragejahr wie folgt zusammen: Rund 80 Prozent Fixeinkommen, 15 Prozent Bonus und 4 Prozent sonstige Einkommensbestandteile. Die Fixgehälter erhöhten sich dabei im Gegensatz zum Vorjahr um durchschnittlich 3,6 Prozent. Zum Vergleich: Das Tarifentgelt wurde im gleichen Zeitraum effektiv um 4,1 Prozent angepasst.

Mit der Höhe des Einkommens steigt die durchschnittliche Wochenarbeitszeit. Zwischen den einzelnen Hierarchiestufen zeigen sich hier deutliche Unterschiede. Durchschnittlich arbeiten die Führungskräfte in der chemischen Industrie 48 Stunden pro Woche.

Downloads: