Aktuelle Pressemitteilungen des VAA:

22.07.2010

Sinkende Boni für Führungskräfte

Die Wirtschaftskrise hat sich auf die Einkommen der Führungskräfte ausgewirkt. Die variablen Bezüge sanken im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt um 13 Prozent.

Zu diesem Ergebnis kommt die jährliche Einkommensumfrage des Verbandes VAA – Führungskräfte Chemie. Rund 5.600 Führungskräfte in der chemischen Industrie in Deutschland haben sich beteiligt. Die Umfrage zeigt: Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat sich 2009 deutlich auf die variablen Bezüge der Führungskräfte ausgewirkt. Diese gingen gegenüber dem Vorjahr im Schnitt um 13 Prozent beziehungsweise 1.800 Euro zurück.

Bei den Fixgehältern war ein Anstieg um durchschnittlich drei Prozent zu verzeichnen. Das Gesamteinkommen der Führungskräfte ist 2009 um ein Prozent gestiegen. So verdiente eine 40-jährige Führungskraft mit Hochschulausbildung und 14 Berufsjahren in entsprechend verantwortungsvoller Position im letzten Jahr durchschnittlich knapp 90.000 Euro.

Die Unternehmensgröße ist ein entscheidender Faktor für die Höhe des Gesamteinkommens. In Großunternehmen mit mehr als 10.000 Mitarbeitern liegen die Gesamteinkommen rund 26 Prozent über denen in kleinen Unternehmen mit weniger als 1.000 Mitarbeitern. Mit zunehmenden Berufsjahren steigt das Gesamteinkommen. Zwischen dem 5. und 25. Berufsjahr erhöht es sich um durchschnittlich 3.000 Euro jährlich.

Der Vergleich zwischen Frauen und Männern zeigt, dass die Gesamteinkommen bis zum 11. Berufsjahr auf gleichem Niveau liegen. Ab dem 12. Berufsjahr bildet sich eine Schere aus und die Einkommen der Frauen liegen unter denen der Männer. Im 15. Berufsjahr verdienen Männer im Schnitt bereits 10 Prozent mehr, im 20. Berufsjahr wächst der Unterschied auf 19 Prozent an.

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01.07.2010

Tarifabschluss 2010: Augenmaß gewahrt

Der Führungskräfteverband Chemie (VAA) und der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) haben einen neuen Tarifvertrag über Mindestjahresbezüge für akademisch gebildete Angestellte der chemischen Industrie für das Jahr 2010 abgeschlossen.

Nach zügigen, konstruktiven und von einer Atmosphäre des gegenseitigen Vertrauens geprägten Abstimmungen haben sich beide Sozialpartner ihrer gesellschaftlichen und sozialen Verantwortung gestellt. Sämtliche Bestimmungen des bis dato nur in Nachwirkung geltenden Tarifwerks zwischen VAA und BAVC aus dem Jahr 2008 sind auch für den neuen Tarifvertrag übernommen worden. Der Tarifabschluss zeichnet das Ergebnis der vorangegangenen Tarifverhandlungen zwischen BAVC und der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie (IG BCE) weitgehend nach.

Die Leitenden und AT-Angestellten der chemischen Industrie und angrenzenden Branchen haben Augenmaß gewahrt. Dazu Dr. Thomas Fischer, 1. Vorsitzender des VAA: „Wir haben gemeinsam mit unserem Verhandlungspartner BAVC in jeder Hinsicht Vernunft bewiesen.“ Infolge der globalen Finanz- und Schuldenkrise gestaltet sich die Gesamtwirtschaftslage nach wie vor äußerst schwierig. Man dürfe sich, so Fischer, nicht von der leicht anziehenden Produktion und optimistischen Wachstumsprognosen täuschen lassen. Fischer weiter: „Mit diesem Abschluss leistet der VAA einen wichtigen Beitrag zur Beschäftigungssicherung, zur Stabilisierung der chemischen Industrie und zur Stärkung des Standortes Deutschland.“

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28.06.2010

Nicht alle Hausaufgaben gemacht

Eine knappe Drei, mit dieser Schulnote bewerteten rund 2.000 Führungskräfte des Verbandes VAA – Führungskräfte Chemie die Personalpolitik ihrer jeweiligen Großunternehmen.

Neuer Spitzenreiter im Umfrageranking der leitenden und außertariflichen Angestellten ist Roche Diagnostics GmbH mit der Note 2,7. Neben Roche lagen Merck, BASF, Boehringer Ingelheim und Wacker Chemie in der Befindlichkeitsumfrage ganz vorn.

Die Bewertung der Unternehmen im Umfrageranking fiel mit einer Durchschnittsnote von 3,3 insgesamt etwas schlechter aus als im Vorjahr (Durchschnittsnote 3,2). Dazu Dr. Thomas Fischer, 1. Vorsitzender des VAA: „Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise in der chemischen Industrie waren und sind erheblich. Die Stimmung der Führungskräfte spiegelt das wider, allerdings in sehr moderatem Umfang."

Nach dem Sprung von Platz 9 auf Platz 5 bei der Befindlichkeitsumfrage 2009 konnte sich Roche in diesem Jahr nochmals verbessern und steht nun auf Platz 1. Boehringer Ingelheim, bislang in jeder Umfrage seit der Einführung im Jahr 2002 auf dem ersten Platz, fiel auf Platz 4 zurück. Merck und BASF verbesserten sich jeweils um einen Rang auf die Plätze 2 und 3. Die im Vorjahr zweitplatzierte Wacker Chemie erreichte in diesem Jahr Platz 5.

Mit Symrise, Cognis und Solvay konnten drei Unternehmen aus dem unteren Drittel des Vorjahresrankings ihre Platzierung erheblich verbessern. Nochmals deutlich im Ranking zurückgefallen ist dagegen LyondellBasell (von Platz 19 auf Platz 24). Auch Süd-Chemie büßte mehrere Plätze ein (von Platz 15 auf Platz 20).

Das Image ihrer Unternehmen in der Öffentlichkeit bewerteten die befragten Führungskräfte mehrheitlich positiv. Mehr als 50 Prozent bezeichneten es als sehr gut oder gut. Schlechte Noten erhielten die meisten Unternehmen dagegen erneut für ihre Personalentwicklung. Mehr als 38 Prozent der Chemie-Führungskräfte beurteilten sie als mangelhaft oder ungenügend, 51 Prozent als befriedigend oder ausreichend.

Die jährliche VAA-Befindlichkeitsumfrage wurde zum neunten Mal durchgeführt. Sie ist ein unabhängiges Barometer für die Stimmung der Chemie-Führungskräfte.

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23.06.2010

Tarifpluralität gestärkt

Gemeinsame Presseerklärung der Verbände GdF, GDL, MB, UFO, VAA und VC zur Entscheidung des BAG zur Aufhebung des Grundsatzes der Tarifeinheit:

Angesichts der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts (BAG) zur Aufgabe des Grundsatzes der Tarifeinheit und der jüngsten gemeinsamen Äußerungen der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und des Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) zu dieser Frage haben sich Vertreter der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF), der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), des Marburger Bundes (MB), der Unabhängigen Flugbegleiter Organisation (UFO), des Führungskräfteverbands Chemie (VAA) und der Vereinigung Cockpit (VC) zu einem Informationsaustausch getroffen.

Die Beteiligten haben ihr entschlossenes Eintreten für die gewerkschaftliche Pluralität zum Ausdruck gebracht. Sie stimmen in der Erfahrung überein, dass gewerkschaftliche Vielfalt die Arbeitnehmerinteressen insgesamt stärkt. Die Teilnehmer haben vereinbart, die weitere Entwicklung gemeinsam zu beobachten.

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