Mehr Nachwuchs für die Klimaforschung

Das Leibniz-Institut für Meereswissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (IFM-GEOMAR) gehört zu den weltweit führenden Instituten im Bereich der Meeres- und Klimaforschung. Doch mangelt es zusehends an qualifiziertem akademischem N

VAA: Wo liegt das Problem? Finden sich in Deutschland einfach zu wenig Bewerber?

Wallmann: Wir kriegen schon genug Bewerbungen aus Deutschland. Aber dann ist es eben so, dass viele das nicht mitbringen, was wir brauchen. Ich lehre ja auch selbst an der Kieler Uni. Wenn man sich als Prof die Studenten ansieht, gibt es immer 20 Prozent, die richtig gut sind und die dann auch alle haben wollen. Alle Professoren schlagen sich um die. Dann gibt es einen mittleren Bereich, der auch OK ist und den man auch nehmen kann. Und dann gibt es aber auch viele, die sich bewerben und auch promovieren wollen, aber eigentlich nicht das Rüstzeug mitbringen. Obwohl sie alle motiviert sind, können viele es einfach nicht. Man muss dann im Voraus versuchen, die Studenten rechtzeitig auseinander zu sortieren.

VAA: Ist dieser „akademische Durchschnitt“ in Deutschland ausgeprägter als in anderen Ländern?

Wallmann: Nein. Ich denke, dass die deutschen Studenten im Schnitt mindestens genauso gut sind, wie diejenigen, die wir aus dem Ausland kriegen. Die Chemikerausbildung in Deutschland ist immer noch sehr gut. Aber die, die richtig gut sind, sind eben auch ganz schnell weg. Es ist schwierig, sie zu kriegen, weil alle sie haben wollen.

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Prof. Dr. Klaus Wallmann ist Leiter der Forschungseinheit Marine Geosysteme am Leibniz-Institut für Meereswissenschaften IFM-GEOMAR in Kiel.

Prof. Klaus Wallmann

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